DAX-​Chartanalyse: Rich­tungs­wei­sen­de Woche

Andreas Mueller Aktuelles Comments

Die Märk­te beru­hig­ten sich in die­ser Woche und schwenk­ten im Fal­le der US-​Indizes sogar kom­plett um. So gab die Über­schrift der Vor­wo­che mit: Die Panik war über­trie­ben eine gute Ori­en­tie­rung. Denn der DAX ver­än­der­te sich per Wochen­schluss nur mar­gi­nal und ver­lor 0,3 Pro­zent. Viel bes­ser lief es in den USA, wo nicht nur die Mar­ke von 21.000 Punk­ten wie­der erreicht wer­den konn­te, son­dern der S&P 500 und Nasdaq sogar auf neu­en Rekord­hochs schlos­sen. Die Ral­lye scheint dort somit noch nicht zu Ende gewe­sen zu sein. Immer­hin hat der US-​Präsident Donald Trump auch eini­ge Din­ge rich­tig gemacht – wirt­schaft­lich betrach­tet. Und die Quar­tals­sai­son war in den USA die bes­te seit sechs Jah­ren! Laut Fact­set sind hier die Gewin­ne um durch­schnitt­lich 13,6 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr gestie­gen. Ein Grund wei­ter zu fei­ern? Dies wird die DAX-​Chartanalyse vor rich­tungs­wei­sen­der Woche genau­er zei­gen.

Chart­bild der Vor­wo­che gab Ori­en­tie­rung

Das Chart­bild aus der Vor­wo­che bil­de­te in die­ser Woche eine recht gute Ori­en­tie­rung. Wenn auch der Bereich leicht aus­ge­dehnt wer­den muss­te, war er den­noch Dreh- und Angel­markt der Markt­teil­neh­mer. Daher zur Erin­ne­rung und als Basis hier noch ein­mal rück­bli­ckend:

Chartanalyse vor richtungsweisender Woche - Vorwoche

Signa­le aus der Vor­wo­che

Mit 12.670 Punk­ten war der Hoch­punkt am Mon­tag am obe­ren Rand die­ser gel­ben Zone mar­kiert. Von da an ging es erst ein­mal 100 Punk­te nach unten, doch bereits am Diens­tag stand die 12.703 kurz zu Buche. Doch nur kurz, denn der Schluss­kurs lag erneut am obe­ren Ende des gezeig­ten Ban­des (12.659). Dies stell­te auch das Hoch am Mitt­woch dar (12.662), bevor es am Don­ners­tag nach einer star­ken vor­börs­li­chen Eröff­nung direkt nach unten rausch­te. Wegen des gerin­gen Han­dels­vo­lu­mens am Fei­er­tag fan­den sich erst nach GAP-​close und der Mar­kie­rung eines neu­en Wochen­tiefs Käu­fer. Dies hat­te ich übri­gens im Live-​Trading als Webi­nar doku­men­tiert und auch ein wenig han­deln kön­nen. Archi­viert ist dies in fol­gen­der youtube-​Playlist https://​www​.you​tube​.com/​p​l​a​y​l​i​s​t​?​l​i​s​t​=​P​L​x​w​X​-​R​W​h​k​9​q​A​n​V​L​s​l​E​w​x​C​p​7​8​t​h​8​s​k​r​2_m

Auch der Frei­tag als „Brü­cken­tag“ glänz­te nicht mehr mit vie­len Impul­sen, so dass wie ein­gangs geschrie­ben letzt­lich nur eine Abwei­chung von 0,3 Pro­zent­punk­ten zur Vor­wo­che erreicht wur­den.

Aus die­sem Grund muss man den Kanal erwei­tern bzw. auch für die kom­men­de Woche ein­zeich­nen.

Chart­ana­ly­se vor rich­tungs­wei­sen­der Woche

Das GAP von der Frankreich-​Vorwahl ist noch immer weit ent­fernt. Auch die Her­ab­stu­fung von Chi­na durch die US-​Ratingagentur Moody’s sorg­te nicht für einen glo­ba­len Aus­ver­kauf (sie­he dazu auch die­se News auf w : o). Daher lässt sich nun im Stun­den­chart eine neue Trend­li­nie ein­zeich­nen:

Chartanalyse vor richtungsweisender Woche - Aufwärtstrend

Neue Trend­li­nie im Stun­den­chart

Bis zu den All­zeit­hochs bei rund 12.840 Punk­ten (XETRA-​Kurse) sind es aller­dings auch noch mehr als 200 Punk­te Abstand. Sie eta­blie­ren sich als Wider­stand:

Chartanalyse vor richtungsweisender Woche - Allzeithoch

All­zeit­hoch beim DAX im Blick

Wenn man die­sem Chart­bild nun noch aus­ge­hend von die­sem All­zeit­hoch einen Abwärts­trend hin­zu­fügt, ist das Chart­bild des Stun­den­charts kom­plett:

Chartanalyse vor richtungsweisender Woche - Abwärtstrend

Klei­ner Abwärts­trend ab All­zeit­hoch

Die­sen letz­ten Aus­schnitt mit bei­den Lini­en zoo­me ich näher her­an und lege hier an den Hochs der ein­zel­nen Tage die­ser Woche eine Zone an. Die­se lagen zwi­schen 12.655 und 12.700 Punk­ten und dies stellt auch mei­nen Trig­ger für die kom­men­de Woche dar.

Kon­kret: Bricht der DAX dyna­misch durch die­sen Bereich und über­win­det damit auch die rote Abwärts­trend­li­nie, ist der Weg über 12.700 frei zur 12.780 und dar­über zu den All­zeit­hochs. Als Pfeil visua­li­siert sieht die­ses bul­li­sche Sze­na­rio wie folgt aus:

Chartanalyse vor richtungsweisender Woche - Trigger long

Bul­li­sches Sze­na­rio bei Aus­bruch

Bärisch wäre ich erst wie­der unter den Wochen­tiefs, die mit zwei Punk­ten am Don­ners­tag und Frei­tag nah bei­ein­an­der lagen – etwa unter 12.540 als Trig­ger:

Chartanalyse vor richtungsweisender Woche - Trigger short

Trig­ger Short bei Aus­bruch

Dies kann bei­spiels­wei­se durch wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum BREXIT gesche­hen, der nun lang­sam umge­setzt wird und Euro­pa belas­tet. Ins­ge­samt gibt es chart­tech­nisch eine Ran­ge zwi­schen den poten­zi­el­len Signa­len im Stun­den­chart von 150 Punk­ten. Die DAX-​Chartanalyse vor rich­tungs­wei­sen­der Woche soll­te damit abge­schlos­sen und Ihnen ent­spre­chen­de Trigger-​Marken erar­bei­tet haben.

An Ter­mi­nen ist vor allem der Don­ners­tag mit dem ISM Index aus den USA wich­tig und am Frei­tag schau­en Bör­sia­ner wie­der mit Span­nung auf die Arbeits­lo­sen­quo­te USA um 14.30 Uhr.

Wir wer­den Sie hier aber auf dem Lau­fen­den hal­ten,

Bes­te Grü­ße vom Bernecker1977 – Andre­as Muel­ler