DAX nähert sich All­zeit­hoch

Andreas Mueller Aktuelles Comments

Sat­te 1,88 Pro­zent Wochen­plus und ein Sep­tem­ber, der ent­ge­gen der Sta­tis­tik stark zule­gen konn­te. Es gab zwar zum Wochen­start nach der Bun­des­tags­wahl klei­ne poli­ti­sche Irri­ta­tio­nen, doch die Märk­te zeig­ten dar­auf wenig Reak­ti­on, wenn man die Vola­ti­li­tät als Grad­mes­ser anlegt. Alle Han­dels­ta­ge ende­ten im Gewinn, auch wenn noch kei­ne neue Regie­rung for­miert wer­den konn­te und die Gesprä­che andau­ern. Dies stör­te eher den EUR/​USD aber nicht den ins­ge­samt sehr sta­bi­len Akti­en­markt, der wei­ter unauf­halt­sam nach oben strebt. Der MDAX zeig­te bereits am Frei­tag ein All­zeit­hoch und der DAX nähert sich All­zeit­hoch eben­falls.

Aus­bruch nach der Bun­des­tags­wahl

Das Ergeb­nis der Bun­des­tags­wahl scho­ckier­te vor allem die eta­blier­ten Par­tei­en, für die es in der gro­ßen Koali­ti­on nun kei­ne Fort­set­zung geben wird. Ver­hand­lun­gen lau­fen noch und der Euro war daher zum Dol­lar in der ers­ten Wochen­hälf­te schwä­cher. Eben­so ver­schnupft reagier­te der DAX im ers­ten Moment, konn­te jedoch bereits am Mon­tag zur 12.600 wie­der auf­schlies­sen:

DAX nähert sich Allzeithoch nach Bundestagswahl

DAX am Mon­tag nach der Bun­des­tags­wahl

Als wich­ti­ge Mar­ke hat­te ich in der Vor­wo­chen­ana­ly­se (zum Nach­le­sen) den Bereich um 12.650 Punk­ten skiz­ziert. Die­ser wur­de am Mitt­woch dann ange­lau­fen, wie hier dar­ge­stellt:

DAX nähert sich Allzeithoch über Julihoch

Juli­hoch bereits in die­ser Woche erreicht

Und damit beweg­te sich der DAX auch im anvi­sier­ten Kanal, den ich in der Vor­wo­che mit Ver­gleich der Ent­wick­lung nach der US-​Wahl auf­zeig­te. Zur Erin­ne­rung:

Rück­blick: DAX nach Wahl als Sze­na­rio

Mit Über­win­dung der 12.650 wur­de dann auch Poten­zi­al auf wei­te­re Bewe­gung frei­ge­setzt. In der Vor­wo­che schrieb ich dazu:

Ein Bruch wäre das nächs­te (und viel­leicht auch letz­te) Signal auf dem Weg zum All­zeit­hoch. Denn die­ses liegt im DAX rech­ne­risch genau 2,7 Pro­zent ent­fernt.

Am Ende der Woche stand ein Plus von 1,88 Pro­zent zu Buche nach 5 Han­dels­ta­gen im Gewinn. Was will man als Bul­le mehr? Und das ohne die Wall Street, wo der Dow Jones aus­nahms­wei­se kei­ne neu­en All­zeit­hochs zeig­te, aber den­noch um mini­ma­le 0,25 Pro­zent zule­gen konn­te. Mit Blick auf die nach­börs­li­chen Kur­se am Frei­tag kom­men wir im DAX der Allzeithoch-​Marke nun auf rund 1 Pro­zent nahe.

Fokus neue Woche: DAX nähert sich All­zeit­hoch wei­ter

Rech­ne­risch ist das All­zeit­hoch in der neu­en Han­dels­wo­che kein Pro­blem. Dafür spricht allein die Sai­so­n­a­li­tät. Mit Abschluss des Sep­tem­bers, einen der sta­tis­tisch schlech­tes­ten Bör­sen­mo­na­te (gut ein­seh­bar auf Sea​so​nal​charts​.de), kommt nun die sta­tis­ti­sche Herbs­tral­lye:

Damit könn­te die Bewe­gung der Vor­wo­che ein­fach fort­ge­führt und das All­zeit­hoch qua­si in weni­gen Tagen oder rund 1 Pro­zent erreicht sein. Im 4-​Stundenchart (XETRA-​Handelszeiten) ist die­ser klei­ne Abstand sehr gut zu sehen:

DAX nähert sich Allzeithoch - Abstand

Abstand DAX zum All­zeit­hoch

Es stellt klas­si­scher­wei­se erst ein­mal einen Wider­stand dar, doch so wie der Markt am Frei­tag­abend noch ein­mal „squeez­te”, könn­te die­ser auch schnell über­lau­fen wer­den. Daher an die­ser Stel­le das Chart­bild der Handelszeit/​Indikation bis 23 Uhr:

DAX nähert sich Allzeithoch - Squeeze

DAX: Letz­ter Han­dels­tag im Sep­tem­ber

Ein kla­rer Fall von Posi­ti­ons­be­rei­ni­gun­gen. Denn der Sep­tem­ber fiel aus der Sta­tis­tik klar her­aus mit rund 7 Pro­zent Gewinn. Wer hier noch auf einen Crash spe­ku­lier­te, oder zumin­dest auf eine Kor­rek­tur, wur­de spä­tes­tens die­sen Frei­tag eines Bes­se­ren belehrt und muss­te sei­ne Posi­tio­nen noch glatt­stel­len. Neu­er Monat – neue Chan­cen. Und neue Anla­ge­gel­der…

In die­sem Sin­ne hal­te ich es mit dem Trend und ori­en­tie­re mich auf der Ober­sei­te in Rich­tung All­zeit­hoch und psy­cho­lo­gi­scher Mar­ke von 13.000 Punk­ten. Dies jedoch nicht stur oder blind. Denn ver­mut­lich star­tet der Markt am Mon­tag erneut mit einem GAP, was erst ein­mal inter­es­sant sein dürf­te (bis ca. 12.800). Eine ech­te Kor­rek­tur der Bewe­gung ist selbst bei einem Rück­set­zer auf die „Make or Break Mar­ke” 12.650÷12.670 nicht dra­ma­tisch. Denn der Wider­stand ist nun Unter­stüt­zung:

DAX nähert sich Allzeithoch - Bereich

Wich­ti­ger Bereich im DAX

Dar­aus folgt, dass erst ein Bruch die­ser Zone das nächs­te Short-​Signal ein­lei­tet. Bis dahin soll­ten sich die Bären gedul­den (müs­sen):

DAX nähert sich Allzeithoch - Short-Trigger

DAX Short-​Trigger erst hier

Wer also kon­kret mit Short lieb­äu­gelt, soll­te am Mon­tag auf das zu erwar­ten­de GAP auf der Ober­sei­te ach­ten und kurz­fris­ti­ge Gegen­be­we­gun­gen am All­zeit­hoch bzw. auch an der mög­li­chen 13.000 anvi­sie­ren. Mit­tel­fris­tig ist der hier gezeig­te Nach-​Wahl-​Trend jedoch intakt und lockt wei­te­res Kapi­tal zum Monats­wech­sel an.

The­ma­tisch steht an Wirt­schafts­da­ten am Mon­tag der US-​ISM-​Index an und am Don­ners­tag die EZB-​Ratssitzung. Haupt­au­gen­merk dürf­te dann wie­der der US-​Arbeitsmarktbericht am Frei­tag sein. Ob bis dahin DAX nähert sich All­zeit­hoch schon Geschich­te ist, wer­den wir sehen. Zu die­sen Daten und dem rest­li­chen Han­dels­zei­ten wün­sche ich Ihnen natür­lich viel Erfolg!

Herz­li­chen Dank für Ihr Inter­es­se und einen erfolg­rei­chen Wochen­start,

Ihr Andre­as Muel­ler (Bernecker1977)