DAX steuert(e) erneut auf 12.000 zu

Andreas Mueller Aktuelles Comments

Der Vor­wo­chen­ti­tel „DAX liebt sei­neRan­ge” (hier nach­zu­le­sen ->) hat zumin­dest per Wochen­schluss gestimmt. Denn die Bewe­gung um 0,2 Pro­zent hat kaum eine Ver­än­de­rung im Chart­bild erge­ben. Doch das ist nur die hal­be Wahr­heit, denn in der ver­gan­ge­nen 35. Kalen­der­wo­che sah es stre­cken­wei­se nach Panik am Markt aus. Vor allem, als die 12.000er-Marke fiel und ent­spre­chen­de Anschluss­ver­käu­fe nach sich zog. DAX erneut von Nordkorea-​Konflikt geschüt­telt und unter 12.000 Punk­ten lau­te­ten die Schlag­zei­len.

Ähn­lich könn­te sich dies nun wie­der­ho­len. Nach aktu­el­len Mel­dun­gen der Nach­rich­ten­ti­cker gab es in Nord­ko­rea einen erneu­ten Atom­test. Doch dazu gleich mehr, nach dem Rück­blick im Aus­blick auf die neue Han­dels­wo­che.

Die Emo­tio­nen der Vor­wo­che

Noch mit Eupho­rie begann die letz­te Han­dels­wo­che im August. Doch die Nordkorea-​Krise kehr­te an die Märk­te zurück. Mit einem erneu­ten Rake­ten­test pro­vo­zier­te Kim Jong Un nun auch sei­ne direk­ten Nach­barn. Denn die Rake­te flog über Japan hin­weg und somit sieht sich die­ses Land nun „ernst­haft bedroht”. Kein Wun­der, dass die Akti­en­märk­te im ers­ten Affekt abtauch­ten. Damit wur­den auch die Short-​Trigger aus der Ana­ly­se der Vor­wo­che akti­viert, wie hier noch ein­mal im Rück­blick dar­ge­stellt:

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: Rückblick

Rück­blick auf Unter­stüt­zun­gen

Und dabei riss der DAX nicht nur den Trig­ger von 12.080 Punk­ten, son­dern unter­schritt auch die Mar­ke von 12.000 Punk­ten am Diens­tag. Als wei­te­res Ziel stand dann chart­tech­nisch das August-​Tief, bei dem der DAX auch die 12.000er-Marke unter­schritt, im Raum.

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: August-Tief

DAX Diens­tag am August-​Tief

Immer­hin bot es kurz Halt, wur­de dann jedoch mit ent­spre­chen­dem Druck aus den Kor­re­la­ti­ons­märk­ten auch unter­schrit­ten. Gemeint ist der Gold­preis, wel­cher über 1.300 Dol­lar in Fol­ge die­ser Mel­dun­gen aus­brach:

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: Gold

Gold als Kor­re­la­ti­on zu Akti­en

Im Gleich­lauf stieg der EUR/​USD das ers­te Mal seit 2 Jah­ren über die 1,20 und mach­te es den Export­wer­ten damit sehr schwer. Beru­hi­gung fand der Markt erst am Nach­mit­tag nach einem Tief bei 11.868 Punk­ten und einer Wall Street, die nicht auf die Mel­dun­gen reagier­te. Auch hielt sich der US-​Präsident Donald Trump zurück und küm­mer­te sich eher um die Pro­ble­me im eige­nen Land. Denn dort tobt aktu­ell der Wir­bel­sturm „Har­vey” mit schät­zungs­wei­se drei­stel­li­gem Mil­li­ar­den­scha­den!

Zurück zum DAX. Durch die posi­ti­ve Wall Street stand die­ser bereits am Mitt­woch wie­der über der 12.000 und hat sich damit wie Mit­te August ver­hal­ten, als er nur einen Tag unter die­ser Mar­ke notier­te. Das damit ent­stan­de­ne GAP auf der Unter­sei­te konn­te man im XETRA-​Chart deut­lich sehen und im Forum dis­ku­tie­ren:

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: GAPs

DAX zwi­schen GAP’s

Span­nen­der war dann schein­bar das GAP auf der Ober­sei­te, wel­ches wir am Don­ners­tag dann fast schlie­ßen konn­ten. Nur fast, soviel Genau­ig­keit muss­te sein:

Und genau­er waren die Markt­teil­neh­mer dann am Frei­tag mit einem per­fek­ten GAP-​Schluss! Im Zuge der US-​Arbeitsmarktdaten konn­te sich der DAX dann sogar bis fast 12.200 Punk­ten nach oben bewe­gen. Die­se lagen unter den Erwar­tun­gen und drück­ten damit den Euro wie­der deut­li­cher unter die 1.20 zum Dol­lar. Denn eine schnel­le Zins­an­he­bung im Sep­tem­ber von der US-​Notenbank dürf­te damit wohl unwahr­schein­li­cher wer­den.

In den USA selbst konn­te der Dow Jones sei­ne run­de Mar­ke von 22.000 Punk­ten im Han­dels­ver­lauf erobern, jedoch nicht bis ins Wochen­en­de ret­ten. Bul­li­scher sah es bei den Tech­no­lo­gie­wer­ten aus. Apple ver­zeich­ne­te ein neu­es All­zeit­hoch und eben­so der Nasdaq100 mit rund 6.000 Punk­ten. Das beein­druckt vor dem Hin­ter­grund der US-​Daten und deren mög­li­chem Ein­griff in die Nordkorea-​Krise. Wird es so anhal­ten?

Doch schau­en wir nun auf die kom­men­de Han­dels­wo­che.

 

In neu­er Woche DAX erneut von Nordkorea-​Konflikt geschüt­telt?

Das Ver­blei­ben in der Ran­ge per Schluss­kurs hat­te ich bereits ein­gangs erwähnt. Das zuge­hö­ri­ge Chart­bild erspa­re ich Ihnen, daher eine ande­re span­nen­de Kon­stel­la­ti­on: Die Ver­bin­dung der Hochs aus den ver­gan­ge­nen Han­dels­wo­chen im Stun­den­chart. Sie zei­gen die Abwärts­ten­denz deut­lich:

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: Abwärtstrend

Abwärts­trend DAX im Stun­den­chart

Zum Stand der Märk­te am Wochen­en­de lässt sich auch noch ein Auf­wärts­trend kon­stru­ie­ren, der ab der Wochen­mit­te aus­ge­prägt wur­de:

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: Aufwärtstrend

Sanf­ter Auf­wärts­trend im DAX, aber…

Er könn­te durch­aus mit der posi­ti­ven US-​Börse im Rücken wei­ter­lau­fen bis zum Abwärts­trend und die­sen bre­chen, wenn da nicht der heu­te ver­mel­de­te neue Test in Nord­ko­rea wäre. Es soll sich nach aktu­el­len Anga­ben um eine Was­ser­stoff­bom­be han­deln, die noch mehr Schlag­kraft als eine Atom­bom­be hat. Dazu hier auf Welt​.de mehr ->

Die Aus­wir­kun­gen könn­ten ähn­lich wie am Diens­tag für Druck an den Akti­en­märk­ten sor­gen. Nimmt man die aktu­el­len Indi­ka­tio­nen am Sonn­tag als Grund­la­ge, nähert sich der DAX erneut der run­den Mar­ke von 12.000 Punk­ten:

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: Indikation

Indi­ka­ti­on Sonn­tag bei IG Mar­kets

Damit wäre der Auf­wärts­trend schon wie­der been­det und die Mar­ken 12.020 sowie 11.98x als Tief­punkt der Kon­so­li­die­rung und GAP-​Kante tre­ten in den Fokus. Und damit das GAP auf der Unter­sei­te, wor­auf ich hier schon hin­ge­wie­sen hat­te.

Genau dies ist auch mein ers­tes Ziel zum Wochen­start.

DAX erneut von Nordkorea-Konflikt geschüttelt: Ausblick

Sze­na­rio zum Wochen­start im DAX

Dort ach­te ich genau auf die Kor­re­la­ti­ons­märk­te Gold und EUR/​USD und vor allem auch auf die Reak­tio­nen aus Ame­ri­ka auf die erneu­te Pro­vo­ka­ti­on. Im Chart soll­te sich dort auch ent­schei­den, ob wir das GAP zügig schlie­ßen und damit die 12.000 wie­der „auf­ge­ben” oder sich die Markt­teil­neh­mer ein wenig an die­ses Sze­na­ri­en gewöh­nen und zur Tages­ord­nung über­ge­hen. Ob der DAX erneut von Nordkorea-​Konflikt geschüt­telt wird, wird sich damit zei­gen.

Herz­li­chen Dank für Ihr Inter­es­se und einen erfolg­rei­chen Wochen­start,

Ihr Andre­as Muel­ler (Bernecker1977)