DAX wahrt sei­ne Chan­ce auf die Jah­res­en­dral­ly

Andreas Mueller Aktuelles Leave a Comment

In der KW 49 ver­zeich­ne­ten wir ein Wochen­plus von 2,27 Pro­zent und könn­ten dies nun als Start­punkt für die Jah­res­en­dral­ly nut­zen. Dabei star­te­te die Han­dels­wo­che schon recht stark und stütz­te sich auf die US-​Steuerreform, wel­che noch am Wochen­en­de im US-​Senat ver­ab­schie­det wur­de. Über 13.000 Punk­ten stan­den wir jedoch nicht die gan­ze Woche. Rück­fäl­le unter die­se Mar­ke wur­den dabei aber immer wie­der als Kauf­grund genutzt und zum Wochen­aus­klang konn­te schliess­li­ch ein neu­es Wochen­hoch mar­kiert wer­den. Damit wahrt der DAX sei­ne Chan­ce auf die Jah­res­en­dral­ly.

Rück­bli­ck der Han­dels­wo­che

Nach der Abstim­mung im Senat zur US-​Steuerreform gab es gleich zum Wochen­start eine „grü­ne Eröff­nung”. Mas­si­ve Steu­er­er­leich­te­run­gen sol­len dabei vor allem den Unter­neh­men in den USA Ein­spa­run­gen brin­gen und damit Raum schaf­fen, wei­te­re Inves­ti­tio­nen vor­neh­men zu kön­nen. Die­ser Effekt müss­te sich nach dem Lehr­buch und den Plä­nen von Donald Trump dann auf die Gesamt­wirt­schaft posi­tiv aus­wir­ken. Soweit die Theo­rie und mit einer ers­ten posi­ti­ven Reak­ti­on fand auch die Finanz­welt Gefal­len an dem Sze­na­rio. Damit wur­de das Sze­na­rio aus der Vor­wo­chen­ana­ly­se (zum Nach­le­sen) qua­si ange­ris­sen.

Chance auf Jahresendrally: Rückblick

DAX Rück­bli­ck auf Sze­na­rio aus Vor­wo­che

Wir lie­fen damit auch zurück zu der rot mar­kier­ten Zone, um die her­um rei­nes Tra­ding den Han­del bestimm­te. So hand­hab­ten es auch vie­le Day­tra­der und so wur­de es von mir im Chart­bild am Mon­tag auf Face­book gezeigt:

Chance auf Jahresendrally: Tradingbereich

Trading-​Bereich im DAX zum Wochen­start

Mit 13.08x vor­börs­li­ch und 12.98x auf XETRA war die­se Ran­ge im DAX qua­si gen­au um den Mit­tel­punkt 13.030 gut sicht­bar und konn­te ent­spre­chend gehan­delt wer­den. Einen kon­kre­ten Tra­de dazu zeig­te ich am Nach­mit­tag beim Tra­ding auf next­mar­kets auf:

Chance auf Jahresendrally: nextmarkets Trade

DAX Tra­ding bei next­mar­kets

Doch mehr Kauf­kraft ent­stand dann nicht mehr. Eher im Gegen­teil, wenn man auf die Chart­ver­läu­fe an der Wall Street umschwenk­te. Dort schick­te sich der Dow Jones an, das ent­stan­de­ne GAP auf Basis der Steu­er­re­form lang­sam aber sicher zu schlie­ßen. Vom neu­en All­zeit­hoch bei 24.538 Punk­ten ver­lor er am Mon­tag gleich mehr als 200 Punk­te. Dem konn­te sich der Deut­sche Akti­en­markt auch nicht ent­zie­hen und berühr­te dann am Mitt­woch­mor­gen noch ein­mal den Bereich um 12.850 Punk­te.

Zur Erin­ne­rung und eben­falls in der Vor­wo­chen­ana­ly­se ver­merkt: Dies war/​ist die Unter­stüt­zung im Tageschart aus Mai/​Juni (Chart­bild als Wie­der­ho­lung):

Chance auf Jahresendrally: Tageschart

Tageschart DAX für das gro­ße Bild

Von die­sem Niveau aus erfolg­ten erneut Käu­fe und ein schnel­ler Rück­lauf zur 13.000-Punktemarke. Mit einer bei­na­he „Punkt­lan­dung” konn­te der Mitt­wo­ch dann noch ver­söhn­li­ch enden und das so ent­stan­de­ne GAP fast kom­plett schlie­ßen:

Chance auf Jahresendrally: GAP-Trading

GAP-​Trading im DAX zur Wochen­mit­te

Es wur­de dann jedoch am Don­ners­tag voll­stän­dig geschlos­sen.

Bes­ter Tag der Woche war der Frei­tag mit einem Wochen­hoch von 13.240 Punk­ten. Ganz hal­ten konn­te der Markt die­ses Level nicht, aber wie ein­gangs geschrie­ben ein Wochen­plus von 2,27 Pro­zent zei­gen. Ein tol­ler Auf­schlag im Ver­gleich zum Dow Jones, der nur auf ein Wochen­plus von 0,4 Pro­zent kam und per Frei­tags­schluss noch 200 Punk­te unter dem Wochen­hoch vom Mon­tag (wel­ches gleich­zei­tig neu­es All­zeit­hoch dar­stell­te) blieb.

Im Wochen­rück­bli­ck des Stun­den­charts sieht man den star­ken Wochen­start mit GAP, die Schlie­ßung des GAPs und das spä­te­re Zurück­kämp­fen auf die­ses Niveau sehr gut:

Chance auf Jahresendrally: Dow Jones

Wochen­an­sicht des Dow Jones Han­dels­ver­laufs

Doch schau­en wir nun auf die kom­men­de Woche und hier­bei auf den DAX und des­sen Chan­ce auf Jah­res­en­dral­ly.

Aus­bli­ck auf Jah­res­en­dral­ly

Die Band­brei­te der Bewe­gun­gen im DAX ist bis­her begrenzt gewe­sen. Teil­wei­se unter star­ker Vola­ti­li­tät schwank­te der DAX letzt­li­ch zwi­schen die­sen bei­den Mar­ken: Oben die 13.210 und unten cir­ca 12.850:

Chance auf Jahresendrally: Begrenzung

Begren­zung im DAX-​Chart der letz­ten 4 Wochen

Über nun­mehr vier Wochen zog sich die­se Band­brei­te hin – vom 10. Novem­ber bis heu­te den 10. Dezem­ber. Ein Aus­bruch dar­aus fand nicht statt, auch wenn wir kurz­zei­tig ein­mal dar­un­ter und ein­mal dar­über notier­ten.

Hier­bei dürf­ten sich aber alle Chart­tech­ni­ker einig sein: Gelingt ein Aus­bruch auf Tages­ba­sis, ist die­ser wegen der Kür­ze der ver­blei­ben­den Han­dels­ta­ge in die­sem Jahr trend­be­stim­mend. Über 13.210 per Schluss­kurs könn­te somit die Jah­res­en­dral­ly ein­ge­lei­tet wer­den und das All­zeit­hoch bei 13.525 Punk­ten erneut ins Visier gera­ten. Dies sol­len fol­gen­de Pfei­le sym­bo­li­sie­ren:

Chance auf Jahresendrally: Ausbruch ab...

War­ten auf den Aus­bruch

Kurz­fris­ti­ger muss man auf das GAP im XETRA-​Chartbild ach­ten, wel­ches zu Don­ners­tag noch geöff­net ist. Das GAP zu Diens­tag wur­de geschlos­sen, das zu Don­ners­tag noch nicht. Im 15-​Minutenchart daher ein­mal bei­de GAPs ein­ge­zeich­net:

Chance auf Jahresendrally: GAPs

Betrach­tung der GAPs die­ser Woche

Es gilt somit für das Day­tra­ding erhöh­te Auf­merk­sam­keit unter 13.140 mit der Opti­on auf GAP-​close.

Über­ge­ord­net behal­te ich den Wider­stand um 13.210 im Auge und wür­de hier auf einen Aus­bruch aus der 4-​wöchigen Seit­wärts­pha­se spe­ku­lie­ren.

 

Fas­se ich bei­de in einem Chart­bild zusam­men, ent­ste­hen fol­gen­de Trig­ger­mar­ken für mein Tra­ding in der kom­men­den Han­dels­wo­che:

Chance auf Jahresendrally: Trading kommende Woche

Kon­kre­tes Tra­ding im DAX

Ter­min­li­ch steht die kom­men­de Woche im Zei­chen der Noten­ban­ken. Nach den Ver­brau­cher­prei­sen aus den USA am Mitt­wo­ch wird die US-​Notenbank FED am Mitt­woch­abend zum Zins­ent­scheid viel­leicht schon die nächs­te Zins­an­he­bung bekannt geben. Immer­hin waren die Arbeits­markt­da­ten am Frei­tag mit 228.000 neu geschaf­fe­nen Stel­len sehr robust. Don­ners­tag tritt dann Mario Draghi vor die Mikro­fo­ne nach dem EZB-​Zinsentscheid. Hier wird aller­dings kei­ne Ände­rung erwar­tet, jedoch ein State­ment zum Anlei­he­kauf­pro­gramm und den Infla­ti­ons­aus­sich­ten.

 

Bei­de Events dürf­ten den Kur­sen ent­spre­chen­de Impul­se ver­lei­hen.

 

Herz­li­chen Dank für Ihr Inter­es­se und einen erfolg­rei­chen Wochen­start,

Ihr Andre­as Muel­ler (Bernecker1977)