DAX wei­ter wie auf Schie­nen

Andreas Mueller Aktuelles Comments

Neue Jahres- und All­zeit­hochs waren nun auch im DAX sicht­bar. Dar­auf muss­ten hei­mi­sche Anle­ger schließ­lich meh­re­re Mona­te war­ten. Im Gegen­satz dazu lief die Rekord­se­rie an der Wall Street schon län­ger. Nun leg­te auch unser DAX nach und schaff­te mit 12.993 Punk­ten am Frei­tag das All­zeit­hoch und ein Her­an­lau­fen an die psy­cho­lo­gisch wich­ti­ge Mar­ke von 13.000 Punk­ten. Ist der Durch­bruch jetzt nur eine Fra­ge der Zeit? Immer­hin läuft der DAX wei­ter wie auf Schie­nen…

High­lights der Vor­wo­che im DAX wei­ter wie auf Schie­nen

In der Vor­wo­chen­ana­ly­se titel­te ich, nach Über­schrei­tung des chart­tech­nisch wich­ti­gen Bereichs, dass es nur noch rund 1 Pro­zent bis zum All­zeit­hoch sei. Fol­gen­des Bild ver­ar­bei­tet ich dort (zum Nach­le­sen):

DAX weiter wie auf Schienen: Vorwochensignal

Vor­wo­che DAX-​Signal gro­ßes Chart­bild

Die­ses Signal soll­te den Markt also befeu­ern und wirk­te ent­spre­chend schon am Mon­tag. Dort eröff­ne­te der DAX mit einem GAP auf der Ober­sei­te und kon­so­li­dier­te die­se nur wenig:

DAX weiter wie auf Schienen: GAP

GAP am Mon­tag im DAX

Die Kon­so­li­die­rung ging jedoch nur bis 12.850 und wur­de dort schon been­det. Am Diens­tag war in Deutsch­land Fei­er­tag und kein Bör­sen­han­del. So eröff­ne­te der DAX am Mitt­woch dann erneut mit einem GAP auf der Ober­sei­te und voll­zog damit ein neu­es All­zeit­hoch. Für die 13.000 reich­te es jedoch nicht, auch nicht am Don­ners­tag. Dort waren als Unsi­cher­heits­fak­tor die Demons­tra­tio­nen in Spa­ni­en zu nen­nen, die vor allem Finanz­wer­te etwas unter Druck brach­ten.

Der Rest der Anle­ger war­te­te auf die US-​Arbeitsmarktdaten am Frei­tag um 14.30 Uhr und hiel­ten sich daher im Vor­feld zurück. Mit 33.000 weni­ger neu geschaf­fe­nen Stel­len waren die­se für Zin­sen und Öko­no­mie wich­ti­gen US-​Daten letzt­lich wenig eupho­risch und sorg­ten zwar für Schwan­kun­gen beim Gold­preis, dem EUR/​USD und ande­ren Märk­ten, doch gaben sie bis zum Han­dels­en­de kei­ne kla­re Rich­tung vor. Für die 13.000 Punk­te im DAX reich­te es dem­nach nicht mehr.

Wie eine sol­che Intraday-​Schwankung beim Gold­preis aus­sah, möch­te ich hier auch noch ein­mal mit auf den Weg geben und für alle Tra­der anre­gen, sich nicht nur auf den DAX (oder all­ge­mein nur auf einen Markt) zu fokus­sie­ren. Ins­ge­samt stimm­te der DAX-​Wochentrend jedoch mit einem Wochen­plus von 0,99 Pro­zent und dem neu­en All­zeit­hoch. Mein Zitat aus der Vor­wo­che:

In die­sem Sin­ne hal­te ich es mit dem Trend und ori­en­tie­re mich auf der Ober­sei­te in Rich­tung All­zeit­hoch und psy­cho­lo­gi­scher Mar­ke von 13.000 Punk­ten.

dien­te Ihnen hof­fent­lich als klei­ner Weg­wei­ser und soll­te auch in der kom­men­den Woche wei­ter Bestand haben. Klei­ne­re und für den Han­del rele­van­te­re Zeit­rah­men schau­en wir uns nun noch genau­er an.

DAX wei­ter wie auf Schie­nen auch in der kom­men­den Woche?

Im Tageschart ist das Som­mer­loch nun optisch mehr als been­det:

DAX weiter wie auf Schienen: Sommerloch

Som­mer­loch im DAX been­det

Mit dem neu­en All­zeit­hoch wur­de die Sta­tis­tik die­ses Jahr, wel­che einen schwa­chen Sep­tem­ber attes­tiert, total umge­dreht. Der bul­li­sche Spät­som­mer trieb den DAX nicht nur aus dem Som­mer­loch, son­dern eben auch auf ein neu­es All­zeit­hoch:

DAX weiter wie auf Schienen: Dynamik Oberseite

Dyna­mik auf Ober­sei­te DAX

Und in die­sem Tageschart gibt es nun sogar ein neu­es Kauf­si­gnal!

Kon­kre­ter Han­del fin­det bei den kurz­fris­ti­ge­ren Tra­dern auf Basis des Stun­den­charts oder noch tie­fe­rer Zeit­ein­hei­ten statt. Dort ist der Auf­wärts­trend eben­falls sicht­bar und hier als Pfeil-​Trendlinie visua­li­siert:

DAX weiter wie auf Schienen: Trend Stundenchart

Trend im Stun­den­chart DAX

Die­ses Chart­bild dient mir in der kom­men­den Woche somit als Ori­en­tie­rung. Long in Rich­tung 13.000 ist das Ziel aus der Trend­ana­ly­se her­aus und sicher­lich auch psy­cho­lo­gisch von vie­len Markt­teil­neh­mern noch erwar­tet.

Für eine Gegen­be­we­gung müss­te erst die­se Linie bre­chen und Kur­se unter 12.900 gehan­delt wer­den. Daher liegt mein Short-​Trigger erst an die­ser Linie an und wür­de dann auf Schlie­ßung des GAPs vom Mon­tag (sie­he ers­tes Chart­bild der Ana­ly­se) abzie­len. Kurs­ziel ist somit rund 100 Punk­te tie­fer bei Ernüch­te­rung des Mark­tes und Trend­bruch. Das sieht wie folgt aus:

DAX weiter wie auf Schienen: Trendbruch

Short-​Szenario ab die­sem Punkt im DAX

Grö­ße­re Impul­se könn­te man erst am Mitt­woch vom FOMC-​Notenbankprotokoll aus den USA um 20 Uhr erwar­ten. Bereits einen Tag spä­ter hält Mario Draghi noch eine Rede und am Frei­tag ste­hen die US-​Verbraucherpreise an.

Bis dahin wün­sche ich Ihnen viel Erfolg und posi­ti­ve Tra­des,

Ihr Andre­as Muel­ler (Bernecker1977)