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Finanzbildung in Deutschland

Fabian Allgemein Leave a Comment

Am Wochenende habe ich einen Artikel gelesen der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Dieser war zwar recht kurz und eher versteckt auf der Internetseite der FAZ zu lesen. Allerdings machte mich der Titel sofort neugierig: OECD fordert Deutschland zum Finanzbildungs-Test.

Darin heißt es, Deutschland habe nicht an den letzten Pisa-Tests zur Finanzbildung teilgenommen. Das solle sich nicht nur nach Meinung der OECD ändern, sondern auch nach Ansicht vieler Deutscher. Eine Umfrage aus dem Jahr 2013 verleiht diesem Wunsch zusätzlich Ausdruck: Demnach wünschen sich 78% der Deutschen „Finanzbildung“ in Schulen.

Zwar liegt die Schulzeit bei mir nun auch schon ein Stück zurück, allerdings kann ich den Wunsch vieler Deutscher total nachvollziehen. Gewiss ist „Finanzbildung“ ein ziemlich breites Feld und erstreckt sich über viele Teilgebiete. Gerade deshalb wäre es so wichtig, wie bei allen anderen Schulfächern auch, ein solides Grundwissen zu vermitteln.

Ich habe ein bayrisches Gymnasium besucht und hatte bis zur 10. Klasse nie das Schulfach „Wirtschaft und Recht“ im Stundenplan stehen. Ja, richtig gelesen bis zur 10. Klasse! Lediglich zwei Schulstunden in der Woche wurden diesem, meiner Meinung nach so wichtigem Fach, gewährt. Natürlich kann man innerhalb von 1,5 Stunden in der Woche nicht tief und konzentriert in Materie eindringen, sondern kratzt bei allem nur an der „obersten“ Oberfläche.

Da mich das Thema sehr interessiert hat, habe ich mich in meiner weiteren Schullaufbahn dazu entschieden „Wirtschaft und Recht“ als Leistungskurs zu belegen. Ich habe so zumindest innerhalb der Schulzeit noch einiges an allgemeinem Wissen zu wirtschaftlichen Zusammenhängen gelernt.

Schulkollegen, die „Wirtschaft und Recht“ in der Kollegstufe wieder gänzlich abgewählt haben, hatten entweder nur ein Jahr oder maximal zwei Jahre Unterricht in diesem Schulfach – ich bin mir da nicht mehr zu hundert Prozent sicher, wie viele Jahre es tatsächlich waren.

Wie dem auch sei, meiner Meinung nach höchst fahrlässig, da wir bislang nur vom bereits existierenden Schulfach „Wirtschaft und Recht“ gesprochen haben, jedoch „(persönliche) Finanzbildung“ innerhalb des Lehrplans für dieses Fach oft gar nicht stattfindet. Meiner Ansicht nach müsste erstens das bereits vermittelte Wissen der wirtschaftlichen Zusammenhänge ausgebaut werden und zweitens „(persönliche) Finanzbildung“ überhaupt den Weg in den Lehrplan finden.

Da es so viele Leute gibt, die sich mehr „Finanzbildung“ wünschen, werde ich demnächst ein kleines Projekt starten. Dabei will ich mir nicht anmaßen mehr zu wissen als andere. Ich will lediglich dokumentieren, wie man beginnen kann Geld zu sparen bzw. zu investieren. Auch für mich wird das etwas Neues sein. Bislang habe ich nur einen groben Plan und werde einfach beginnen und während ich auf dem Weg bin nach und nach mein Wissen ausbauen und mit euch teilen. Daraus wird sich auch die Marschroute für die nächsten Beiträge ergeben.

Zum Schluss noch eine Frage an euch:

Ich bin schon einige Jahre mit der Schule fertig. Vielleicht hat sich ja schon etwas Grundlgendes bzgl. unserer „Finanzbildung“ in Schulen zum Positiven verändert. Wenn ja, dann schreibt es mir doch in die Kommentare und lasst es mich wissen.