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Geduld ist eine Tugend

Fabian Allgemein Leave a Comment

Sicher ist Geduld in vielen Lebensbereichen wichtig. Ganz besonders gilt es aber diese Tugend bei seinen Geschäften an der Börse zu pflegen. Für die meisten ist das sicher nichts Neues – schon abermals haben sie diesen Ratschlag gehört.

Jedoch fällt es ab und an schwer sich wirklich daran zu halten: Der Markt ist ständig in Bewegung und offeriert einem Möglichkeiten über Möglichkeiten. Allerdings macht es bei weitem wenig Sinn ständig zu handeln. Schon Jesse Livermore – ein bemerkenswerter US-amerikanischer Trader des frühen 20. Jahrhunderts – hatte einst gesagt: „Es gibt Bullenzeiten, es gibt Bärenzeiten und es gibt Zeiten, da sollte man Fischen gehen.“

An diesen Ratschlag sollte man sich immer mal wieder erinnern. Gerade in den Sommermonaten neigt der Markt dazu in Lethargie zu verfallen – Ausbrüche und Bewegungen zeigen kaum Momentum und die Handelsspanne nimmt ab. Auch in diesem Jahr ist es wieder ähnlich.

Egal, welche Form des Börsenhandels man präferiert – eine gewisse Zurückhaltung ist bei vielen Disziplinen angebracht:

  • TF Value Momentum: Bei unserer strategischen Ausrichtung für unseren langfristigen Ansatz, der einen Mix aus fundamentalen und technischen Komponenten beinhaltet, ist aktuell Zurückhaltung geboten: Während der US-Markt in der Nähe seiner Allzeithochs notiert, tun sich die europäischen Märkte schwer. Eine etwas größere Korrektur – gerade in den US-Märkten – käme uns entgegen, denn eine Fortsetzung des Aufwärtstrends scheint aktuell am wahrscheinlichsten. Bei einer Trendfortsetzung werden wir die Cash-Quote deutlich reduzieren.
  • Optionshandel: Wir verkaufen vor allem Future-Optionen, um Prämien einzunehmen. Dazu benötigen wir am besten hohe implizite Volatilitäten im entsprechenden Underlying. Diese haben nämlich einen großen Einfluss auf den Preis der Option und damit auf die zu verdienende Prämie. Aktuell gibt es wenige Chancen in diesem Bereich, die es zu nutzen gilt.
  • Day- bzw. Swingtrading: Auch hier gibt es große qualitative Unterschiede. Da wir vorzugsweise Trendhandel praktizieren sind uns starke Trends und Bewegungen am liebsten. Auf kleineren Zeitebenen gibt es natürlich eine höhere Häufung an Signalen als auf Tageschart, fehlt jedoch übergeordnet das Momentum, verschwinden auch untergeordnete Trends wieder schneller.

Fazit: Wenn im Sommer die Big Boys Ferien machen und sich auch mal in die Sonne legen, dann können auch wir ohne Bedenken einen Gang zurückschalten und mal zum See gehen. Ob zum Fischen, wie Jesse Livermore oder einfach nur zum Baden, bleibt jedem selbst überlassen.