Men­ta­le Stär­ke im Tra­ding durch das Eta­blie­ren von Rou­ti­nen

Team Tradingwissen Comments

Eta­blie­re Rou­ti­nen

Tra­ding ist eines der här­tes­ten Geschäf­te der Welt. Stän­dig wer­den wir und unse­re Psy­che bis an die Gren­ze des Belast­ba­ren gefor­dert. Wie kön­nen wir dem ent­ge­gen­wir­ken und mehr men­ta­le Sicher­heit eta­blie­ren?

Erin­nern wir uns zurück an unse­re ers­te Fahr­stun­de. Der ein oder ande­re wird mit Sicher­heit ziem­lich ner­vös gewe­sen sein. Doch war­um ist das so? Wir haben etwas Unbe­kann­tes zum ers­ten mal gemacht! Wir haben also nicht genau gewusst, was pas­sie­ren wird, wenn man bspw. auf das Gas­pe­dal drückt. Das Auto beschleu­nigt, wird der ein oder ande­re begeg­nen. Doch mit wel­cher Kraft man das Gas­pe­dal drü­cken muss, damit wir nicht gleich in der nächs­ten Mau­er lan­den, wuss­ten wir nicht. Wir muss­ten es erst ein paar mal selbst „erle­ben” und unter­be­wusst Rou­ti­nen eta­blie­ren. Nach ein paar Mona­ten ist das Auto­fah­ren zu einer Gewohn­heit gewor­den – wir haben gelernt ein Auto rou­ti­niert zu bewe­gen.

Da der Markt immer im Ent­ste­hen ist, gibt es zwar wie­der­keh­ren­de Mus­ter und gewis­se Wahr­schein­lich­kei­ten, jedoch gibt es kei­ne 100-​prozentig Sicher­heit. Des­halb ist es für unse­re men­ta­le Stär­ke extrem wich­tig Rou­ti­nen zu schaf­fen. Denn eine gewis­se Por­ti­on Unsi­cher­heit wird einem im Tra­ding immer beglei­ten. Unser Ziel muss es sein, die­se deut­lich zu redu­zie­ren.

But­ter bei die Fische – Wo kön­nen wir anset­zen?

#1 Ein­stiegs­rou­ti­ne

Wir haben klar defi­nier­te Ein­stiegs­re­geln. Wir wis­sen, wann bzw. wo wir in den Markt ein­stei­gen wol­len. Han­deln wir bestimm­te For­ma­tio­nen, so war­ten wir gedul­dig auf unser defi­nier­tes Ein­stiegs­si­gnal, bis wir eine Posi­ti­on eröff­nen. Damit lau­fen wir nicht Gefahr uns vom Gezap­pel des Mark­tes ver­un­si­chern zu las­sen. Wir ken­nen den Preis zu wel­chem wir den Markt betre­ten möch­ten.

#2 Aus­stiegs­rou­ti­ne

Wir wis­sen, wann wir aus einem Tra­de aus­stie­gen wollen/​müssen. Eröff­nen wir einen Tra­de, wis­sen wir, wo unser Initial-​Stopp lie­gen muss. Das allei­ne reicht natür­lich nicht: Zudem müs­sen wir wis­sen, wo bzw. wann wir den Tra­de been­den, falls sich die­ser nicht in unse­re Rich­tung ent­wi­ckelt. Ande­re Fra­gen, die wir uns stel­len müs­sen: Set­zen wir einen Trailing-​Stopp, ver­wen­den wir für die Posi­ti­on einen Zeit-​Stopp etc.? Wenn wir uns all die­se Fra­gen beant­wor­ten kön­nen, redu­zie­ren wir unse­re Unsi­cher­heit und wir kön­nen unse­re Tra­des mit einer grö­ße­ren Gelas­sen­heit abset­zen.

#3 Scree­ning

Wir ver­wen­den immer das glei­che Sys­tem für das Scree­ning des Mark­tes. Dann wis­sen wir immer genau was zu tun ist, um auf eine vali­de Markt­ein­schät­zung zu kom­men. Soll hei­ßen, wir beach­ten bspw. bestimm­te Glei­ten­de Durch­schnit­te, bestimm­te For­ma­tio­nen, Trend­li­ni­en etc.. Was wir aller­dings ver­mei­den soll­ten ist, dass wir stän­dig anders ana­ly­sie­ren. Denn die eine Ana­ly­se sieht noch einen intak­ten Abwärts­trend, wäh­rend die ande­re schon ein long Signal lie­fert. Um zum einen Kon­stanz und zum ande­ren men­ta­le Sicher­heit zu eta­blie­ren, müs­sen wir uns für eine Metho­de ent­schei­den und die­ser treu blei­ben.

#4 Men­ta­ler Check vor dem Han­del

Men­schen haben gute Tage und schlech­te Tage. Gera­de, wenn man vor einem Tra­de schon Angst hat zu ver­lie­ren, wird der Tra­de meist schief gehen. Doch war­um ist das so? Wir fokus­sie­ren die Angst vor einem Ver­lust viel stär­ker als einen mög­li­chen Gewinn bzw. gene­rell den Markt. Mer­ken wir vor dem Han­dels­tag, dass wir nicht kom­plett auf der Höhe sind, so soll­ten wir defen­si­ver han­deln. Wie wir am bes­ten einen men­ta­len Check durch­füh­ren, bespre­chen wir in einem der kom­men­den Arti­kel.

#5 Vor- und Nach­be­rei­ten eines Han­dels­ta­ges

Mache es zu einer Rou­ti­ne den Han­dels­tag sowohl vor­zu­be­rei­ten, als auch nach­zu­be­rei­ten. Nur so hast du Chan­ce auf Ver­bes­se­rung. Pro­fi­sport­ler ste­hen auch nicht nur im Wett­kampf. Die meis­te Zeit ver­brin­gen sie damit sich auf ihre Wett­kämp­fe vor­zu­be­rei­ten. Ist ein Wett­kampf absol­viert, wird bspw. eine Video­ana­ly­se durch­ge­führt, um her­aus­zu­fin­den, wo Ver­bes­se­rungs­po­ten­ti­al besteht. Auch für einen Händ­ler gilt das glei­che: Der Han­dels­tag ist der Wett­kampf, wäh­rend die Vor- und Nach­be­rei­tun­gen das Trai­ning für den Tra­der sind.