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Merk­ma­le des aktu­el­len Abwärts­trends – Wie du die­se Markt­pha­se rich­tig deu­test

Robert Kosma Tradingwissen Comments

Als Tra­der ist es von immenser Wich­tig­keit zu wis­sen in wel­cher Markt­pha­se du dich aktu­ell befin­dest. Es gibt vie­le Händ­ler die eine bul­li­sche Hal­tung ein­neh­men, obwohl der Markt sich in der Dis­tri­bu­ti­ons­pha­se befin­det. Die­se Hal­tung kann dei­nem Kon­to teu­er zu ste­hen kom­men. Der cle­ve­re Tra­der oder Inves­tor folgt dem Trend des Mark­tes und der Bewe­gung der Kur­se.

Was die aktu­el­le Pha­se anbe­trifft, so sehen wir bäri­sche Kurs­be­we­gun­gen, der Markt befin­det sich also in einem Abwärts­trend. Einen Boden aus­zu­spre­chen oder sei­ne Han­dels­ent­schei­dun­gen auf eine erhoff­te Boden­bil­dung aus­zu­rich­ten, könn­te dich viel Geld kos­ten. Daher ist es sinn­voll sei­ne Ent­schei­dung von Indi­ka­to­ren abhän­gig zu machen, deren Signa­le nicht auf dis­kre­tio­nä­ren Grund­la­gen, son­dern auf mathe­ma­ti­schen Berech­nun­gen beru­hen.

Nach­fol­gend wer­de ich dir ver­schie­de­ne Signa­le zei­gen, die der Markt dir in einem Abwärts­trend gibt und die du beach­ten soll­test, bevor du wie­der eine bul­li­sche Grund­hal­tung ein­nimmst.

1. Das ers­te Warn­si­gnal erhältst du, wenn der Preis unter den EMA 200 fällt. Soll­test du auf der Long­sei­te inves­tiert sein, emp­fiehlt sich jetzt ein Aus­stieg oder ein enges Nach­zie­hen des Stopps auf einer klei­ne­ren Zeit­ebe­ne. Der Wie­der­ein­stieg wäre erst dann wie­der rat­sam, wenn sich der Kurs über dem EMA 200 befin­det.

2. Der MACD Indi­ka­tor bil­det einen bäri­schen Cross­over aus, d.h. Die schnel­le MACD Linie kreuzt die lang­sa­me­re Signal­li­nie von oben nach unten. Damit deu­tet der Markt ein abneh­men­des Momen­tum an, womit er sich zunächst von einem Bul­len­markt in einen Seit­wärts­markt (Tra­ding Ran­ge) ver­än­dern könn­te.

3. Der VIX erreicht einen Wert grö­ßer 20 was auf anstei­gen­de Vola­ti­li­tät hin­deu­tet und somit mehr Angst. Mehr Angst bedeu­tet in der Regel fal­len­de Kur­se, weil alle Markt­teil­neh­mer jetzt mög­lichst schnell ver­kau­fen wol­len, bevor die Kur­se aus ihrer Sicht wei­ter fal­len.

4. Die stei­gen­de Vola­ti­li­tät – gemes­sen durch die Average True Ran­ge (ATR) – steigt im Abwärts­trend.

5. Das Han­dels­vo­lu­men ist an Tagen, an dem der Kurs fällt, grö­ßer als an Tagen an dem der Kurs steigt. Man spricht dann auch von Kor­rek­tur­ta­gen.

6. Bei anstei­gen­dem Abwärts­mo­men­tum wird sich in der Regel der EMA 10 Intra­day als unüber­brück­ba­rer Wider­stand zei­gen und stellt somit eine Wider­stands­zo­ne dar.

7. Martktech­nisch gese­hen bil­den die Kur­se kon­ti­nu­ier­lich tie­fe­re Hochs und tie­fe­re Tiefs aus.

8. Nach und nach wer­den die kur­zen Glei­ten­den Durch­schnit­te unter die län­ge­ren Glei­ten­den Durch­schnit­te lau­fen, bspw. der EMA 5 unter den EMA 10 und der EMA 20 unter den EMA 50. Das soge­nann­te Todes­kreuz ent­steht wenn der EMA 50 unter den sehr lang­sa­men EMA 200 fällt. Das ist dann das letz­te untrüg­li­che Zei­chen das wir uns in einem Bären­markt befin­den.

SPX Index

Es steht außer Fra­ge, dass man zu Ana­ly­se von Abwärts­trends wei­te­re Indi­ka­to­ren her­an­zie­hen kann und jeder Tra­der soll­te auch sei­ne eige­ne „Tool­box” benut­zen. Soll­test du dir aber bis­her noch wenig Gedan­ken dar­über gemacht haben, gibt dir die­ser Arti­kel wich­ti­ge Werk­zeu­ge an die Hand, die dir hel­fen soll­ten einen Bären­markt zu erken­nen und dein Han­dels­ka­pi­tal in Abwärts­trends kon­se­quent zu schüt­zen.