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Mut im Kontext der Börse

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Mut – Ein Wort mit nur drei Buchstaben und trotzdem so wichtig im Leben. Wir alle wissen es – ob bewusst oder unbewusst – Mut ist eine wichtige Charaktereigenschaft. Ohne Mut kann man keinen Erfolg säen. Will ich eine Idee wirklich auf die Straße bringen, muss ich mutig sein. Wahrscheinlich kennst Du die Situation: Du sitzt mit einem Freund im Café. Die Atmosphäre und der Kaffee bringen Deinen Freund und Dich auf interessante Gedanken. Und siehe da eine Geschäftsidee ist geboren. Ihr redet weiter und könnt bereits erste kleine Schritte definieren, die gemacht werden müssen, um aus der Idee Realität werden zu lassen. Nach einer Stunde und einem fruchtbaren Gespräch verlasst ihr das Café, ohne jedoch die Idee wirklich mitzunehmen. Denn was würde es heißen, wenn man es ernst meint? Richtig, mutig zu sein.  Nicht nur zu träumen, sondern die nötigen Schritte anzupacken und damit aus der Komfortzone zu treten. Nicht umsonst sagt man im Englischen: „Ideas are cheap – execution is worth millions“, was im Deutschen so viel bedeutet wie „Ideen gibt es in Hülle und Fülle – was wirklich zählt ist die Umsetzung!“ Auch für andere Lebensbereiche gilt – Mut spielt immer eine zentrale Rolle.

Braucht ein Börsenhändler Mut? Ja, definitiv. Allerdings brauchen wir neben Mut auch Demut. Wieso jetzt das? Ich stelle mal die provokative Behauptung auf, dass die mutigsten Trader, jene sind, die als Erste ihr Konto erden: Überhebelt von Trade zu Trade zu eilen. Ständig seine Nerven mit dieser Art des Handelns zu strapazieren. Positionen ohne Stopp laufen zu lassen, obwohl das nicht im aufgestellten Handelsplan steht. All das wird irgendwann zum Verhängnis werden und hat nichts mit dem „Mut“ zu tun, den Du beim Börsenhandel brauchst. Vielmehr zeugt jenes Vorgehen von fehlender Demut. Wir müssen akzeptieren, dass kein Regelwerk der Welt den nächsten Plustrade mit einer 100-prozentigen Wahrscheinlichkeit vorrausagen kann. Die alte Börsenweisheit „der Markt hat immer recht“ impliziert diesen Gedanken sozusagen. Wir müssen also stets das Risiko im Auge behalten und dürfen uns nie mit dem Markt anlegen. Nur mit dem nötigen Respekt vor dem Markt, werden wir es schaffen langfristig dabei zu bleiben.

Aber in welchem Zusammenhang braucht ein Trader nun Mut? Händler müssen immer der Lage sein, die Regeln und Strategien zu befolgen. Gerade, wenn schwierige Zeiten ins Haus stehen und eine längere Drawdown-Phase an unseren Nerven zerrt, müssen wir trotzdem mutig in den nächsten Tag gehen und unserem Plan treu bleiben. Außerdem bedeutet Mut im Kontext der Börse stets ehrlich gegenüber uns selbst zu sein: Bist Du gut, bekommst Du – bist Du schlecht, wird Dir genommen. Weder Notenbanken, Hedgefonds, noch der böse Broker sind verantwortlich für entstandene Verluste, sondern immer nur wir selbst. Wir müssen stets unseren eigenen Weg gehen: Nichts darf uns von diesem abbringen, weder Marktmeinungen, noch Marktkommentare. Und dafür brauchen wir vor allem Mut – Mut uns selbst zu vertrauen.