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Schwa­che Woche mit ver­söhn­li­chem Aus­gang

Andreas Mueller Aktuelles Comments

Das Trend­ver­hal­ten des Akti­en­mark­tes stock­te in der ver­gan­ge­nen Woche. Mit einem ers­ten kri­ti­schen Blick auf die Ana­ly­se aus der Vor­wo­che „Ein Schritt höher zum All­zeit­hoch“ (HIER auf Trend­Fol­lo­wing zu lesen ->) muss resü­miert wer­den, dass dies nicht mehr so rei­bungs­los wie in den Vor­wo­chen ablief. Mit einem Minus von 0,26 Pro­zent ver­lor der DAX zwar nicht merk­lich, aber konn­te sich auch nicht näher an das All­zeit­hoch her­an bewe­gen. Was dabei genau in der Vor­wo­che geschah und wel­che wei­te­re Ent­wick­lung ich favo­ri­sie­re, erfah­ren Sie in die­ser Chart­ana­ly­se.

Die Bären schlu­gen zu

Gleich zum Wochen­be­ginn setz­ten die Markt­teil­neh­mer auf fal­len­de Kur­se. Damit ent­fern­te sich der DAX wie­der vom Zwi­schen­hoch bei 12.100 Punk­ten aus dem März­be­ginn und näher­te sich gleich am Mon­tag der Unter­stüt­zungs­zo­ne ober­halb von 12.000 Punk­ten an. Dort ver­lie­fen, wie in der Vor­wo­chen­ana­ly­se gezeigt, eine Unter­stüt­zung und ein Auf­wärts­trend. Als recht prä­sen­ten Bereich im Chart­bild hat­ten die­sen somit auch ande­re Markt­teil­neh­mer im Blick. Ich zeig­te ihn als hell­ro­ten Bereich in der Vor­wo­chen­ana­ly­se (Rück­blick):

 

 

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Es ver­wun­der­te daher nicht, dass am Mon­tag kei­ne Dyna­mik auf­kam. Weder ein Bruch nach oben hin zur 12.100 und damit der Ver­such eines Aus­bruchs für die Bul­len noch ein Aus­bruch unter die­sen Bereich bei 12.020 Punk­ten etwa mit Aus­bruchs­ver­such der Bären kam zustan­de. Ich nann­te dies im Forum von wallstreet-​online (hier ->) einen „Flatline-​Day“ und war­te­te ent­spre­chend ab:

 

 

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Natür­lich konn­te man die­se Intraday-​Range auch han­deln, wie ich bei­spiel­haft im Dow Jones am Nach­mit­tag bei next­mar­kets zeig­te:

 

 

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Als Bro­ker für die Umset­zung die­ser Ide­en kann ich nur noch ein­mal auf die Infor­ma­tio­nen bei JFD ver­wei­sen ( Info­sei­te ).

Mehr Bewe­gung zeig­te der DAX dann am Diens­tag und unter­schritt den gezeig­ten Bereich. Das logi­sche Kurs­ziel und damit die Abar­bei­tung des Pfeils im Chart­bild oben /​ Vor­wo­che führ­te mit dem Druck der aus­ge­führ­ten Stopp-​Orders auch recht schnell zum Bereich um 11.930 Punk­te. Wir erin­nern uns hier­bei an die­sen Bereich als ehe­ma­li­ge Unter­stüt­zung aus Mit­te März. Und dar­an erin­ner­ten sich auch ande­re Markt­teil­neh­mer, zumin­dest am Diens­tag als der DAX recht genau dort Halt mach­te.

Nicht für lan­ge, denn der Druck aus den ame­ri­ka­ni­schen Märk­ten war nun domi­nant. Dort ver­lor der Dow Jones kräf­ti­ger, als gezeig­te Ran­ge brach. Im Stun­den­chart sah man dies sehr deut­lich als Signal und konn­te es natür­lich auch han­deln:

 

 

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Für den DAX bedeu­te­te dies, dass das Sze­na­rio mit der „Rutsch­ge­fahr“ aus dem ein­gangs gezeig­ten Bild zum Tra­gen kam. Tat­säch­lich zeig­te sich unter 11.930 ein sehr hohes Volu­men im DAX. Es war rück­bli­ckend damit der volu­men­stärks­te Tag der Woche mit mehr als 4 Mil­li­ar­den Euro Umsatz auf XETRA!

Ein Grund für den Wech­sel ins Bären­la­ger?

Ganz so ein­fach ist Bör­se lei­der nicht. Nach einer schwa­chen Eröff­nung sta­bi­li­sier­te sich der DAX wie­der an den Kurs­spit­zen der letz­ten Febru­ar­ta­ge und voll­zog ein „Pull­back an ehe­ma­li­ger Unter­stüt­zung“. Die Mar­ke um 11.930 beschäf­tig­te uns also erneut, dies­mal von der ande­ren Rich­tung:

 

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Für mich war dies die Ent­schei­dungs­mar­ke für den wei­te­ren Ver­lauf, nicht nur wegen der Domi­nanz Mit­te März bereits, son­dern auch wegen dem noch offe­nen GAP zum Vor­tag auf XETRA. Der Ein­stieg am Don­ners­tag in die­sem Bereich bei next­mar­kets war somit im Nach­gang nicht unüber­legt und gewinn­brin­gend:

 

 

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Zum Tagesen­de wur­den die 12.000 erneut zurück­er­obert und das größ­te Wochen­plus mit mehr als einem Pro­zent ver­merkt. Gehal­ten wer­den konn­te die 12.000 dann auch am Frei­tag und somit das zwi­schen­zeit­li­che Wochen­mi­nus und die kurz­fris­ti­ge Panik qua­si ega­li­siert wer­den. Was blieb, war das ein­gangs beschrie­be­ne Minus von 0,26 Pro­zent – ein sehr ver­söhn­li­cher Wochen­aus­gang im Ver­gleich zum Dow Jones, der 1,52 Pro­zent im Wochen­ver­lauf abge­ben muss­te. Immer­hin war dies der größ­te Wochen­ver­lust sein Trump’s Wahl zum US-​Präsidenten. Trotz­dem steht der DAX die zwei­te Woche in Fol­ge rund ein Pro­zent bes­ser da – eine Los­lö­sung von den ame­ri­ka­ni­schen Märk­ten?

Bör­sen­tag Mün­chen – vie­len Dank!

Ein dickes DANKE möch­te ich an die­ser Stel­le an alle Besu­cher des Bör­sen­tag Mün­chen 2017 rich­ten. Dort durf­te ich eini­ge Kol­le­gen aus dem Forum wie­der­se­hen und auch neue ken­nen­ler­nen. Auf­schluss­rei­che Gesprä­che und auch ein klei­ner Vor­trag zu mei­nen Daytrading-​Strategien run­de­ten die­sen tol­len Tag ab.

 

 

BTagMuenchen

 

 

Wer die­sen Ter­min nicht wahr­neh­men konn­te, darf sich aber wie ver­spro­chen auch im Nach­gang an mich wen­den und das Ange­bot von next­mar­kets einen Monat kos­ten­frei tes­ten. Mein Post­fach ist bereit. 🙂

Ent­wick­lung gibt Hoff­nung für neue Woche

Die in der Vor­wo­chen­ana­ly­se ange­zeig­te „Unter­stell­te wei­te­re Trend­be­we­gung“ im bul­li­schen Chart­bild blieb somit aus (Bild Rück­blick):

 

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Wie gezeigt kam die bäri­sche Bewe­gung zum Zuge. In den Medi­en war von „Trump-​Rally geht Luft aus“ zu lesen. In der Tat sah man dies im Dow Jones, wohin­ge­gen sich der DAX jedoch gut hal­ten konn­te.

Auch wenn der US-​Präsident Trump mit sei­ner geplan­ten Gesund­heits­re­form im ers­ten Zug sei­ne Ide­en nicht umset­zen konn­te, ste­hen die Zei­chen bei der Steu­er­re­form, wel­che für die Wirt­schaft weit­aus wich­ti­ger scheint, noch auf gelb. Rot sehen wür­de ich daher erst ein­mal nicht, doch zurück zur Chart­tech­nik.

Hier ist der Trend wei­ter­hin nicht gebro­chen, wenn auch ins Sto­cken gera­ten. Anste­hen­de wei­te­re Divi­den­den stüt­zen den Markt und wecken das Inter­es­se der Anle­ger, wel­che ansons­ten wohl im Nied­rig­zins­um­feld wenig attrak­ti­ve Chan­cen erbli­cken dürf­ten.

Im gro­ßen Chart­bild seit 2015 ist somit auch ganz klar die Auf­wärts­ten­denz sicht­bar. Ich habe dabei das All­zeit­hoch und den aktu­el­len Impuls ein­ge­zeich­net:

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Da wir, wie ein­gangs geschil­dert, im DAX per Sal­do kaum ver­än­dert waren, muss ich die Zone der Vor­wo­che um 12.100 auch wie­der in das aktua­li­sier­te Chart­bild über­tra­gen. Dies stellt kei­ne Form von Faul­heit dar…

 

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Es gel­ten damit auch die glei­chen Trig­ger für ein Long-​Engagement, und zwar ein dyna­mi­scher Bruch der 12.100÷12.120 mit ers­tem Kurs­ziel Zwei­jah­res­hoch bei 12.156 und dar­über dann frei­en Weg zum All­zeit­hoch. Dies ver­mer­ke ich im glei­chen Chart­bild mit einem grü­nen Pfeil:

 

 

 

Prallt der DAX erneut an der 12.100÷12.120 ab, kann man kurz­fris­tig die Short-​Position ein­neh­men. Hef­ti­ge­re Abschlä­ge, wie in der Vor­wo­che am Diens­tag gese­hen, wer­den ver­mut­lich erst bei einem rele­van­ten Bruch einer Chart­mar­ke oder der neu gebau­ten Auf­wärts­trend­li­nie der Vor­wo­che gesche­hen. Für die­ses Sze­na­rio habe ich mir den 12.000er-Trigger notiert und spe­ku­lie­re dann auf einen erneu­ten Auf­prall an der 11.920 – war­um auch nicht, die­se Mar­ke ist fast schon ein Magnet im Markt!

 

 

 

Wie gezeigt wur­de, scheint dies eine span­nen­de Woche zu wer­den. Zum Wochen­start wird wohl die Gesund­heits­re­form und Aus­wer­tung von Trump ein wenig auf den Märk­ten las­ten, doch dann tre­ten wie­der öko­no­mi­sche Fak­to­ren in den Vor­der­grund. So zum Bei­spiel am Diens­tag, den 28.03.2017 um 16.00 Uhr das CB-​Verbrauchervertrauen USA, am Mitt­woch, den 29.03.2017 um 16.00 Uhr die schwe­ben­den Woh­nungs­ver­käu­fe USA sowie um 16.30 Uhr der Erd­öl­la­ger­be­stand USA und am Don­ners­tag, den 30.03.2017 um 14.30 Uhr das BIP aus den USA. Dank der Zeit­um­stel­lung „ticken“ wir jetzt wie­der im nor­ma­len Rhyth­mus.

Bes­te Grü­ße zum Sonn­tag von Ihrem Andre­as Muel­ler (Bernecker1977)