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Wiedereinstieg im GBP/JPY

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In diesem Artikel wollen wir uns Forex Trades im GBP/JPY etwas genauer ansehen. Diese wurden natürlich nach einem Regelwerk umgesetzt, allerdings beinhaltet dieses diskretionäre Komponente. Zunächst leiten wir die Trade Idee her und gehen dann auf das Management der Position ein.

Zur Herleitung der Trade Idee werfen wir einen Blick auf das übergeordnete Bild. Wir sehen auf dem Tageschart des GBP/JPY einen sauberen Abwärtstrend. Dieser ist mit fallenden Hoch- und Tiefpunkten gekennzeichnet. Betrachten wir die jüngere Vergangenheit, so sehen wir, dass die Korrektur vor einiger Zeit abgeschlossen worden ist und sich der Markt inmitten eines Bewegungsschubs in Richtung des letzten lokalen Tiefs befindet.

GBP/JPY, Tageschart:

GBPJPY-Day-20160813

Nach einer Orientierung auf Tagesbasis, klappen wir den Chart weiter auf. Dazu lassen wir uns den Kursverlauf auf einem 60-Minuten Chart darstellen. Auch hier sticht ein Abwärtstrend ins Auge, der sich wieder durch fallende Hoch- und Tiefpunkte kennzeichnet. Dieser hat bereits deutlich korrigiert – genau 50% der vorherigen Abwärtsbewegung (siehe Fibonacci-Retracement). Hinzu kommt, dass der Kurs in einen Widerstandsbereich gelaufen ist. Im Chart ist diese Situation durch das „hellblaue“ Viereck hervorgehoben. Eine interessante Situation, denn die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Bereich ein neuer Bewegungsschub nach unten startet – also die temporäre Korrektur ihr Ende findet – ist hoch. Zeit für uns Trader, den Chart nochmals aufzuklappen.

GBP/JPY, 60-Minuten Chart:

GBPJPY-Hour-20160813

Nun befinden wir uns auf der Zeitebene, in welcher gehandelt werden soll, wenn sich ein Setup ergibt. Nach einer volatilen Seitwärtsphase bildet der Markt zwei tiefere Hoch- bzw. Tiefpunkte. Die Chancen stehen gut, dass die Korrektur tatsächlich beendet ist. Am zweiten lokalen „Tiefpunkt“, begeben wir uns per Stopp-Limit Order in den Markt. Der Stopp-Loss für die Position wird auf das letzte lokale Hoch gelegt. Unser Ziel liegt im unteren „hellblauen“ Viereck. Kurze Zeit später ist der Trade schon wieder zu Ende. Die Position muss mit einem Verlust geschlossen werden.

Wir beobachten den Markt allerdings weiter, denn die Ampel für das übergeordnete Bild ist nach wie vor auf dunkelgrün. Nachdem der Markt erneut das Tageshoch testet, jedoch an diesem scheitert, lauern wir erneut auf eine Einstiegschance – wir wagen also einen Wiedereinstieg: Abermals setzen wir eine Stopp-Limit Order. Diesmal unter die letzten „Kerzen“ auf dem 15 Minuten Chart. Im Screenshot ist der Einstieg durch einen grünen Pfeil gekennzeichnet. Der Stopp-Loss liegt recht aggressiv kurz über dem Tageshoch. Das Ziel ist wieder der „hellblaue“ Kasten. Diesmal läuft der Markt ziemlich zügig in die angestrebte Richtung und erreicht den Zielbereich. Dort wird der Trade durch eine Limit Order geschlossen.

GBP/JPY, 15-Minuten Chart:

GBPJPY-15-Min-20160813

 

Ausführungen der Trades:

Ausführungen der Trades

Fazit

Der erste Trade war ein Verlust: Wir mussten 36 Pips einzahlen. Der zweite Trade ist angelaufen und hat den Zielbereich erreicht. Es wurden 80 Pips verdient. Unter dem Strich bleiben also 40 Pips, die wir in diesem Markt am Tagesende auf unserem Konto verbuchen können. Erwähnt werden sollte, dass selbst, wenn der zweite Trade auch noch ein „Verlierer“ geworden wäre, kein großer Verlust für das Konto entstanden wäre. Im Gegenteil, da ein Trade der von Anfang an läuft zwei derartige „Verlierer“ wieder ausbügelt. Eine überlegte und kontrollierte Hartnäckigkeit macht sich im Börsenhandel also durchaus bezahlt.